Bodenversiegelung: Lössböden nehmen ab!
Gemeinde Jüchen besonders betroffen
Rhein-Kreis Neuss. Nach einer Pressemitteilung des Kreises, verliert der Rhein-Kreis jedes Jahr über 120 Hektar an Boden durch Versiegelung! Dies entspricht pro Jahr der Fläche von 150 Fussballplätzen! Darauf hat nun der Rhein-Kreis Neuss hingewiesen.
Lössböden bedecken ca. 50 % der Kreisfläche. Diese Bodenart gehört zu den fruchtbasten der Welt. Lössböden bestehen aus Partikeln, die feiner als Sand und gröber als Ton sind. Diese Tatsache sorgt dafür, dass der Lössboden viel Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann.
In unserer Gemeinde wurden in ca. 20 Meter Tiefe Humusböden entdeckt, die etwas 120.000 Jahre alt sind. Wertvoller Lösboden findet man auch im Bereich des neuen Gewerbegebietes "Jüchen-Ost" in Jüchen. Dieser Boden wird zunehmend, besonders in unserer Gemeinde, durch Versiegelungsmaßnahmen unwiederbringlich vernichtet. Der BUND (BUNDspechte) führte aus Anlass der Kommunalwahlen 2009 eine Befragung der Jüchener Parteien durch. Unter anderem wurden die Parteien gefragt, wie diese zu der gravierenden Waldarmut in der Gemeinde stehen. Die örtliche CDU war der Meinung, dass eine zunehmende Aufforstung die wertvollen Böden für die Landwirtschaft unbrauchbar machen würde.
In der "Begründung zur 15. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Jüchen - Beschlussfassung" Punkt 3.1.3 Schutzgut Boden: " Im Bereich der Neudarstellung von Gewerbeflächen erfüllt der betreffende Boden die natürliche Bodenfunktion in besonderen Maße. Weiter heißt es:" Der Geologische Dienst NRW stuft diesen Boden deshalb in die höchste Schutzwürdigkeitsklasse (BESONDERS SCHUTZWÜRDIG) ein Da es sich um einen BESONDERS FRUCHTBAREN BODEN ohne jeglichen Hinweis auf stoffliche Belastungen bzw. schädliche Bodenveränderungen handelt, stellt die untere Bodenschutzbehörde fest, dass deer betreffende Boden die natürlichen Bodenfunktionen in BESONDEREN Maße erfüllt."
Trotz dieser Bedenken, empfahl der Ausschuß für Planung, Gemeindeentwicklung und Umwelt EINSTIMMIG die Änderung des Flächennutzungsplanes und damit der unwiederbringlichen Zerstörung des Bodens, zu zustimmen!
Da ich zum damaligen Zeitpunkt nicht über die katastrophalen Folgen dieser Änderung des Flächennutzungsplanes im Bilde war, habe ich mich bei der Abstimmung im Rat der Stimme enthalten. Im Nachhinein, halte ich dies für einen Fehler! Ich hätte gegen die Änderung stimmen müssen! Die Änderung der Flächennutzungsplanes wurde in der Ratssitzung vom 28.02.11 einstimmig bei meiner Enthaltung breschlossen. Auch die Fraktion "Bündnis 90 / Die Grünen stimmten geschlossen für die Bodenzerstörung!
Aktuelles zum Thema Lärm
Umweltbundesamt führt Online-Befragung durch
Auch in unserer Gemeinde fühlen sich immer mehr Menschen durch Verkehrslärm gestört. Bisher spielt dieses Thema im Gemeinderat keine Rolle!
Umwelt- und Gesundheitsschutz sind sogenannte "weiche" Standortfaktoren.
Es wird Zeit zum Umdenken!
Schon über 70.000 Menschen haben sich an dieser Befragung beteiligt. Dabei, so zeigt es die bisherige Auswertung, dass besonders der Verkehrslärm eine harausragende Rolle spielt.
Hier können Sie direkt an der Umfrage teilnehmen.
pd11-024_aktiver_laermschutz_spart_geld_[...]
PDF-Dokument [104.8 KB]
Antwortschreiben Umweltministerium NRW V[...]
PDF-Dokument [3.6 MB]
Zentrale Ansprechstelle für Umwelt- und Tierschutz
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat eine Ansprechstelle für Umwelt- und Tierschutzangelegenheiten eingerichtet.
Unter der Telefon-Nummer
0211 475 44 44
beziehungsweise unter der Email-Adresse
gruenes.telefon@brd.nrw.de
können Bürgerinnen und Bürger allgemeine Fragen zum Thema Umwelt- und Tierschutz stellen.
Aber auch Umweltverstöße können dort gemeldet werden. Das "Grüne Telefon" ersetzt im akuten Gefährdungsfall nicht die zuständigen Behörden wie kommunale Umweltämter oder Polizei.
Im Notfall:
Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz
Nachrichtenbereitschaftszentrale
Tel.: 0201 714 488
oder die nächste Polizeidienststelle informieren.
Kontaktaufnahme mit dem Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen unter:
NOCH MEHR LÄRM FÜF UNSERE GEMEINDE
Nach dem Willen von Bürgermeister Zillikens, soll an der B59 noch mehr Gewerbe mit Bezug "Motorrad" angesiedelt werden. Auch plädiert er dafür, dass die Motorradfahrer unsere "schöne Landschaft" erfahren sollen. Dabei werden die Interessen der Anwohner und des Umweltschutzes erst gar nicht berücksichtigt. Politik ohne Volk!
Zitat BM Zillikens:" Wenn auf der Bundesstraße mehr fährt, dann ist das eben so. Aber nicht nur bei Motorrädern, sondern auch bei Traktoren oder bei Lkw. Auf der Bundesstraße ist das unproblematisch, wenn sie sich an die Regeln halten."
Arroganz der Macht!

